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Golden Eyes Team

Glücklich!

Immer „busy“ Diese ständige Jagt nach.. ja nach was denn?
Und die spannende Frage, warum wir als Hochzeitsfotografen glücklich sein sollten…

 

„Kunden kennen keinen Feierabend“ ist ein Satz, den ich als Fotografin oft hörte – und mal gesagt habe. Sogar mit einer Spur Stolz. Ich rechtfertigte damit vor mir selbst freiwillige Nachtschichten, etliche Überstunden, frühes Kommen und spätes Gehen, kurzfristiges Einspringen und Extraschichten. Und ich tat das ernsthaft freiwillig und meistens mit dem guten Gefühl, dass es wichtig ist, was ich mache.

Doch dann kamen diese Momente, in denen sich ein Gefühl in meinem Bauch breit machte, so ein kleines, mieses Gefühl des Zweifelns. Ich traf selten Freunde und meine Herzmenschen und wenn, dann konnte ich am Abend kaum noch die Augen offen halten. Am Besten waren die Momente, wo ich die Hochzeiten und großen Ereignisse von Freunden verpasste.
Nur viel arbeiten macht doch erfolgreich … oder?
„Ein bisschen gestresst“, hab ich meistens auf die Frage, wie’s mir geht, geantwortet. Logisch, immer mit einem Lächeln und einem Schulterzucken. Und meine Freunde begannen mich Fleißmeise und Fotojunkie zu nennen.

Immer „busy“, nicht nur bei der Arbeit

Dieser verflixte Drang zur ständigen Aktivität kam auch wirklich in allen Lebensbereichen durch, selbst im Urlaub musste ich die Kamera jeden einzelnen Tag mitschleppen. Und manchmal hab ich nicht mal fotografiert. Aber hauptsache, sie ist am Start.
In unserer Gesellschaft werden Leistung und ständiges Beschäftigtsein als äußeres Zeichen von Leistung hochgehalten. Und klar: Wer nicht ständig beschäftigt ist, fällt auf. Als ich im Studium noch deutlich mehr Freizeit hatte, antwortete ich öfter auf die Frage, was ich gerade so treibe, mit „Nichts besonderes“. Dann gab’s statt Schulterklopfen eher ein vorwurfsvolles „Na SO schön möchte ich’s mal haben“. Wer setzt sich dem schon gerne aus?
Es wurde Zeit, dass ich aus diesem Zug aussteige. Egal, was die Gesellschaft davon hält. Denn dieser „Business-Train“ rast so schnell, dass wir das Beste verpassen. Wir sind zu müde, um die Zeit mit unseren Lieben zu genießen, wenn wir überhaupt welche dafür haben. Wir verlieren den Blick für das Wesentliche. Und wir leisten durch die ständige Hetzerei noch nicht einmal bessere Arbeit.

Als das alles irgendwann mal in meiner Schaltzentrale ankam, sagten alle, das geht nicht. Als Profi-Gegenbeispielerin (Danke, Trainer Marc A. Pletzer für diesen heilenden Arschtritt) macht man eben das Gegenteil. Für mich das Richige!

„Schön, wenn man sich das erlauben kann.“ höre ich inzwischen ziemlich oft. Na und? Ich kann mir erlauben, was ich will und wann ich will. Dafür bin ich selbstständig und trage für alles, was ich anstelle, die volle Konsequenz.
Ich weiß, dass ich gut bin, dass ich tolle Kunden habe und ich weiß, dass ich es mir erlauben kann Mails nicht alle 5 Min zu checken und in meine Arbeit so viel Liebe und Herzblut zu stecken, wie ich es mag, es mich glücklich macht und vor allen Dingen: meine Kunden!

Ich liebe es zu sagen, dass ich arbeitslos bin! Bin ich ja auch, denn mittlerweile kann ich sagen: wenn Arbeit eher Spaß ist, dann ist man doch arbeitslos, oder?
UND der wichtigste Punkt, ich bin dadurch glücklicher. Viel glücklicher und viel freier im Denken und Handeln. Bin ich wertvoll als gestresste, genervte Hochzeitsfotografin? Vielleicht sogar noch als eine, die mit Rückschlägen nicht umgehen kann? Wohl eher nicht. Ich begleite einen der schönsten Tage im Leben meiner Paare und für mich hat es viel mit Achtung und Wertschätzung zu tun, wenn ich als lachende und glückliche Bilderzauberin da bin! Wenn ich meine Herzkunden begeistern kann, mitreißen kann, mit Ideen über Ideen anstecken kann und damit diese eine wichtige Sache schaffen kann:

❤Erinnerungen fürs das ganze Leben, zum Bild gewordene Momente für Dich!

Liebst, Kathy ❤


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